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Eigentlich ist die Insel Usedom schon für sich alleine eine sehr reizvolle Gegend. Sie bietet zudem den großen Vorteil, dass sie eng mit einem landschaftlich und kulturell interessantem Festland verknüpft ist, das sich leicht und bequem per Kraftfahrzeug oder Bahn erreichen lässt:
Direkt gegenüber der Insel Usedom liegt Wolgast, eine traditionsreiche Kleinstadt am Peene-Ufer mit rund 13000 Einwohnern, die 1282 Stadtrecht nach Lübecker Vorbild erhielt. Die Gebäude der frühen Stadtentwicklungsphase sind fast alle verschwunden, jedoch sind das mittelalterliche Straßennetz und viele Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben.
Ältestes Gebäude ist die mächtige gotische Basilika St. Petri. In ihrem beeindruckendem Innenraum kann man auch die Gruft und Särge der Herzöge aus der Linie Pommern-Wolgast besichtigen. Ebenfalls mittelalterlich und sehenswert ist ein weiteres sakrales Gebäude: die Kapelle St. Gertrud, ein zwölfseitiger gotischer Zentralbau, der etwas abgelegen vom Zentrum der Stadt auf einem Friedhof steht.
Um das barocke Rathaus aus dem Jahre 1724 (siehe Bild oben) gruppieren sich eine Reihe schöner historischer Häuser, unter denen sich auch ein alter Kornspeicher befindet. Dieser Speicher beherbergt heute das Stadtmuseum, in dem Exponate aus vielen Jahrhunderten Wolgaster Stadtgeschichte ausgestellt sind.



Rungehaus, Peenebrücke und Kirche St. Petri
Das Rungehaus, das Geburtshaus des romantischen Malers Philipp Otto Runge, befindet sich ebenfalls in Wolgast. Es ist beinahe vollständig im Originalzustand erhalten und wird heute als ein Museum genutzt, das den künstlerischen Werdegang Runges nachzeichnet. Im Museumshafen befindet sich eine weitere touristische Attraktion: Dort ankert die historische Eisenbahndampffähre "Stralsund", die 1890 in Dienst gestellt und etwa 100 Jahre später stillgelegt wurde. Die meisten Usedom-Urlauber kommen aber nach Wolgast in erster Linie, um sich das mehrmalige tägliche Schauspiel der Brückenöffnung anzuschauen. Immerhin ist die Peenebrücke ja Deutschlands größte Klappbrücke.
Die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald ist rund 25 km von der Insel Usedom entfernt. Im Unterschied zu Wolgast haben sich nicht nur das historische Straßennetz, sondern auch viele mittelalterliche Gebäude der 1250 gegründeten Stadt erhalten. Zu den bedeutendsten erhaltenen Bauwerken gehören zwei gotische Wohnspeicherhäuser aus dem 15. / 14. Jahrhundert am Marktplatz und ein Renaissancegiebelhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Knopfstraße.
Das rot angestrichene, barocke Rathaus (siehe Foto oben) dominiert als größtes Gebäude den rund 100 m x 100 m großen Marktplatz, der als einer der schönsten im Norden von Deutschland gilt. Das gesamte Stadtbild dagegen prägen die hohen Türme der drei gotischen Kirchen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi. Im Dom St. Nikolai wurde Caspar David Friedrich, der größte Sohn der Hansestadt Greifswald, 1774 getauft.



Pommersches Landesmuseum, Dom St. Nikolai
und Universitätshauptgebäude
Einige seiner Werke kann man in der Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums direkt gegenüber dem Marktplatz bewundern. Greifswald ist aber nicht nur Museumsstadt, sondern in erster Linie Universitätsstadt. Die rund 12000 Studenten studieren an einer der ältesten Universitäten im Ostseeraum, die im Jahre 1456 gegründet wurde. Sehenswert ist besonders das zentrale Unigelände: Dort reihen sich um einen Innenhof herum Universitätsgebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu einem bemerkenswerten architektonischen Ensemble aneinander.
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